Die Ausstellung Berliner Zeichner entstand in Zusammenarbeit
mit der Projektgalerie Expo 3000 in Berlin, die letztes Jahr in der Neuen
Galerie Landshut junge franzšsische Kunst prŠsentiert hat. Die Auswahl der
Zeichnungen traf Spunk Seipel.
Im ersten Gescho§ der Galerie werden Stefan Torp, Felix Carl, Annette
Stieger und Tamara Tršlsch ausgestellt. Hier handelt es sich um vier KŸnstler,
die ausschlie§lich grafisch arbeiten.
WŠhrend Torp verschiedenste Stilmittel aufgreift, wie z.B. Comic und
Fotorealismus, um jedem Bild seine eigene Aussage zu verleihen, versuchen Carl,
Stieger und Tršlsch gemeinsam zeichnerisch ihre Umwelt zu erfassen, in dem sie
z.B. gemeinsam auf Berliner SpielplŠtzen ihre EindrŸcke skizzieren.
Im zweiten Geschoss werden KŸnstler prŠsentiert, fŸr die die Zeichnung ein
eigenstŠndiges Medium ist, aber nicht das ausschlie§liche Ausdrucksmittel.
Thomas Volkwein und markus Hallstein thematisieren in der Nachfolge von Martin
Kippenberger alltŠgliche Situationen ebenso wie durch die Medien gehypte
Personen und Themen. Ihre Zeichnungen weisen einen hohen Grad an Ironie auf.
Ihre ehemalige Studienkollegin Ellen Semen prŠsentiert ebenfalls Medienthemen
in ihren Zeichnungen, wirkt aber viel erzŠhlerischer und distanziert sich von
ihren Motiven nicht demonstrativ, sondern kann z.B. den 'Zeichentrickmonstern'
aus Hollywood durchaus liebnswŸrdige Aspekte abgewinnen.
Natascha Rossi wiederum betont in ihren Zeichnungen einen kindlichen Strich, um
u.a. €ngste und Horrorszenarien schildern zu kšnnen und deren Darstellung neue
QualitŠten zu geben.
Martina Minette Dreier schildert in ihren Bleistiftzeichnungen Szenen ihrer
Generation und aus den Medien und wird auf diese Weise zu einer Illustratorin
ihrer Generation.
Die Ausstellung bietet somit einen guten †berblick Ÿber die (Berliner)
Zeichnerszene und beweist, da§ die Zeichnung trotz aller neuen Medien nichts an
ihrer Anziehungskraft fŸr junge KŸnstler verloren hat und auch nichts an ihrer
kŸnstlerischen Aussagekraft.
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